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ABBACOVER in Kasachstan

Beflügelt durch unsere Beirut-Erfahrung nahmen wir nun ein Engagement in Kasachstan an. Genauer gesagt in Asiens höchst gelegenem Stadion in Almaty. Unsere Erwartungen waren geprägt von dem, was wir in Beirut erlebt hatten und wir waren darauf eingestellt, dass auch hier die Uhren anders ticken. Und das taten sie auch, nur vollkommen anders als erwartet.

Kasachstan hat uns behandelt, als wären wir die Originale. Schon bei der Zwischenlandung in Atyrau wurden wir von einem Beamten in Uniform in Empfang genommen, der uns alle üblichen Prozeduren auf internationalen Flughäfen ersparte. Wir wurden an allen Warteschlagen vorbeigeführt wie die Top-Prominenz. Ein bisschen komisch war das schon. Aber gut!

In Almaty angekommen, brachte uns eine Stretch-Limo (die uns für unseren Aufenthalt zur Verfügung stand) in unser 5- Sterne- Luxus Hotel. So kann man es aushalten.
Als wir das am nächsten Tag das Stadion zum Soundcheck betraten, staunten wir nicht schlecht. Alles lief perfekt. Die Stageorder war bis auf das letzte Kabel erfüllt und hochkompetentes Personal las uns jeden Wunsch von den Augen ab.

Danach fuhr uns unsere Limo zu Essen in die Stadt, wo wir mit dem amerikanischen Rapper Coolio zu Mittag aßen, der gar nicht glauben konnte, dass es ein Land gibt, in dem man Pferdefleisch isst.

Als wir später zum Konzert die Location wieder betraten, waren wir etwas verunsichert angesichts der großen Militärpräsenz. Eine lange Kette aus grimmig dreinschauenden Soldaten sicherte die Bühne ab. Das war uns im ersten Moment sehr fremd. Bis uns einer der Soldaten ansprach, ob er sich mit uns fotografieren lassen könnte. Natürlich sagten wir zu und plötzlich wollten alle eins und standen Schlage nach einem Foto mit uns. Die ganze bedrückende Stimmung war wie verflogen und alle waren fröhlich und ausgelassen.

Wir spielten ein tolles Konzert und flogen am nächsten Tag mit jeder Menge toller Eindrücke von Kasachstan und seiner Bevölkerung nach Hause.